statable Statistik für Studium und Forschung

Daten vorbereiten: umkodieren, berechnen, auswählen, zusammenführen

Kurz

Auf der Seite „Daten“ öffnet „Daten bearbeiten“ sechs Assistenten: Umkodieren, Berechnen, Fälle auswählen, Zusammenführen, Aggregieren und Doppelte Fälle. Jeder zeigt vor dem Anwenden eine Vorschau und den PSPP-Befehl. Das Ergebnis steht in einer neuen Spalte; eine vorhandene Spalte wird nur überschrieben, wenn das ausdrücklich gewählt ist. Jeder Schritt ist mit „Rückgängig“ in der Kopfzeile in einem Zug zurückzunehmen. „In die Befehle übernehmen“ legt den Befehl auf die Seite „Befehle“.

Fehlende Werte

Umkodieren

Alte Werte (ein Wert, ein Bereich, „keine Angabe“, leer) werden durch neue ersetzt; die erste passende Regel gilt. Werte ohne Regel werden übernommen, leer gelassen oder auf einen Wert gesetzt. Die Vorschau zählt alt gegen neu. „Frage umpolen“ rechnet neuer Wert = kleinster + größter − alter Wert, mit derselben Regel wie im Skalenbau; die Skala stammt aus den Wertelabels, sonst aus den Daten, und ist änderbar. In Textspalten zählen Groß- und Kleinschreibung und Leerzeichen am Anfang; unterscheiden sich Werte nur darin, weist Statable darauf hin.

Im Assistenten „Umkodieren“ gibt es außerdem „Klassen bilden“: Eine Zahlenspalte wird in gleich breite Klassen, Klassen mit gleich vielen Personen oder Klassen mit eigenen Grenzen geteilt (siehe „Klassen bilden“).

Berechnen

Eine Formel mit Spalten, Rechenzeichen, Klammern und den Funktionen LN, EXP, SQRT, ABS und RND, oder Mittelwert, Summe, Minimum, Maximum und Standardabweichung über mehrere Spalten. „Nur wenn …“ rechnet nur für Fälle, bei denen die Bedingung gilt; die übrigen bleiben leer und werden in der Vorschau getrennt gezählt. Ist ein Teiler 0, ist das Ergebnis leer, auch bei 0 geteilt durch 0. Die Vorschau zeigt die ersten zehn Fälle und zählt leere Ergebnisse getrennt: fehlende Eingaben einerseits, Rechenfehler (Teilen durch 0, Logarithmus von 0 oder weniger, Wurzel aus einer negativen Zahl) andererseits.

Fälle auswählen

Statable legt eine Auswahlspalte an: 1 = Bedingung erfüllt, 0 = nicht erfüllt, leer = nicht prüfbar, weil ein Wert fehlt. Sie lässt sich als Gruppe oder Bedingung nutzen; es gibt bewusst keinen unsichtbaren Filter, weil nicht jede Rechnung in Statable ihn beachten würde. „Nur diese Fälle behalten“ entfernt die übrigen Fälle endgültig (mit Rückfrage und Zahl) - auch die nicht prüfbaren. Auswertungen im Heft, die diese Daten brauchen, gelten danach als veraltet.

Zusammenführen

Aggregieren

Kennwerte je Gruppe: Fälle der Gruppe, gültige Werte, Mittelwert, Standardabweichung, Median, Minimum, Maximum, Summe. Entweder als neue Spalten an den Daten (jede Person bekommt den Wert ihrer Gruppe, die Zeilenfolge bleibt) oder als neues Projekt mit einer Zeile je Gruppe; das bisherige Projekt bleibt unverändert. Fälle ohne Gruppenangabe bilden eine eigene Gruppe. „Fälle“ zählt alle Fälle der Gruppe, „gültige Werte“ nur die vorhandenen Werte einer Spalte; ein Median ohne gültigen Wert bleibt leer.

Doppelte Fälle

Verglichen werden alle oder die gewählten Spalten (zum Beispiel die Kennung). Als gleich gelten Fälle, die übereinstimmen, ohne Beachtung von Groß- und Kleinschreibung und Randleerzeichen (umschaltbar auf „genau gleich“); Zahlen werden auf 15 Stellen verglichen, und é als ein oder zwei Zeichen ist dasselbe. Ob ein fehlender Wert gleich einem fehlenden Wert ist, lässt sich wählen. Leerzeichen am Anfang eines Textes gehen beim Öffnen von .sav-Dateien verloren. Das Ergebnis ist eine Markierspalte (0 = erster Fall, 1 = Wiederholung); gelöscht wird nur auf ausdrückliche Wahl mit Rückfrage.

Für Fachleute

Verwandt

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