statable Statistik für Studium und Forschung

Klassen bilden: Zahlen in Gruppen teilen

Kurz

Unter „Daten bearbeiten“ → „Umkodieren“ → „Klassen bilden“ teilt Statable eine Zahlenspalte in geordnete Klassen. Das Ergebnis kommt in eine neue Spalte; die alte bleibt unverändert. Vor dem Anwenden zeigt die Vorschau jede Klasse mit Grenzen, Zahl der Fälle und Anteil.

Drei Arten

Wohin gehört ein Wert genau auf der Grenze?

Voreinstellung: zur unteren Klasse („bis 18“; die erste Klasse schließt den kleinsten Wert ein). Das entspricht R (cut), der Voreinstellung von SPSS Visual Binning und dem Baustein „In Gruppen teilen“ (bis Median). Umschaltbar auf die obere Klasse („18 bis unter 25“), wie es in der amtlichen Statistik üblich ist; dann schließt die letzte Klasse den größten Wert ein. Die Regel steht in jeder Beschriftung, und die Vorschau nennt, wie viele Fälle genau auf einer Grenze liegen. Bei ganzen Zahlen wie dem Alter in Jahren heißt „über 18 bis 25“ 19 bis 25; Statable beschriftet aber mit den Grenzen und erfindet keine Zahlen.

Was Statable abfängt

Warum nur mit Grund klassieren

Klassieren verschenkt Information und Teststärke: Aus einer Messung wird eine grobe Einteilung, Zusammenhänge erscheinen schwächer, und Gruppengrenzen sind oft willkürlich. Besonders der Mediansplit ist selten zu rechtfertigen (MacCallum, Zhang, Preacher & Rucker 2002, Psychological Methods 7(1), 19-40). Klassen sind sinnvoll, wenn die Fragestellung sie verlangt (Altersgruppen, ein Grenzwert aus der Literatur) oder wenn eine Tabelle gezeigt werden soll. Statable erlaubt es und weist darauf hin.

Für Fachleute

Statable erzeugt einen RECODE-Befehl (aufsteigende Bereiche, die erste passende Regel gilt, Grenzen mit Toleranz) mit FORMATS, VALUE LABELS und VARIABLE LEVEL ORDINAL. Gewichtete Quantile (mit Fallgewicht) folgen PSPP HAVERAGE. Geprüft gegen R (cut mit eigenen Grenzen, quantile type = 6) und die PSPP-Engine selbst. Quelle: Hyndman & Fan (1996), The American Statistician 50(4), 361-365 (Quantiltypen).

Verwandt

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