Studien zusammenfassen (Meta-Analyse)
Kurz
Eine Meta-Analyse fasst die Ergebnisse mehrerer Studien zu einem Gesamtergebnis zusammen. Die Daten sind hier Studien, nicht Personen: eine Zeile je Studie. Statable rechnet mit R (metafor) ein Random-Effects-Modell mit REML, Test und Intervalle mit der Anpassung nach Knapp und Hartung (empfohlen bei wenigen Studien). R wird beim ersten Mal einmalig geladen.
- Zu wählen ist, welche Angaben aus den Studien vorliegen: Effekt mit Standardfehler oder Intervall, zwei Gruppen (Mittelwert, SD, n) oder Korrelation r mit n.
- Die Studien werden eingetragen oder aus einer Tabellenkalkulation eingefügt. Stehen die Studien schon in den Daten, werden die Spalten zugeordnet.
- Rechnen. Das Beispiel „BCG-Impfung“ zeigt den Ablauf.
Mit „Moderator hinzufügen“ (bis zu drei Zahlen je Studie, etwa Jahr oder Dauer) rechnet Statable auch eine Meta-Regression. Faustregel: mindestens 10 Studien je Moderator. Moderatoren zeigen einen Zusammenhang, keine Ursache.
Ergebnis lesen
- Gepoolter Effekt mit 95-%-Intervall und t-Test (nach Knapp und Hartung): der gewichtete Durchschnitt; genaue Studien zählen mehr.
- Heterogenität: Q, I² und τ² mit Intervall. Hoch heißt: Die Studien unterscheiden sich echt.
- Prädiktionsintervall (im Hauptsatz): wo der wahre Effekt einer neuen, vergleichbaren Studie liegen dürfte; breiter als das Konfidenzintervall, weil es die Streuung zwischen den Studien einbezieht.
- Forest-Plot: Quadrate nach Gewicht, Raute für den gepoolten Effekt. Funnel-Plot mit Egger-Test: Hinweis, ob kleine Studien andere Effekte zeigen als große. Das kann an unveröffentlichten Studien liegen, aber auch an echten Unterschieden zwischen den Studien oder am Zufall.
Voraussetzungen und Grenzen
- Die Studien messen dasselbe Maß, und keine Stichprobe steckt in zwei Studien.
- Unter 5 Studien ist die Streuung zwischen den Studien (τ²) sehr unsicher; unter 10 sagt der Egger-Test wenig (Sterne und Kollegen, 2011).
- Verhältnismaße (Odds Ratio, Risikoverhältnis) werden als Logarithmen eingetragen; Statable zeigt sie zurückgerechnet.
- Eine Meta-Analyse verbessert schwache Studien nicht und belegt keine Ursachen.
Meta-Analyse (Random-Effects-Modell, REML): r = ,15, 95 %-KI [,08; ,22], t(15) = 4,57, p < ,001; Q(15) = 38,16, p < ,001; I² = 62 %; τ² = 0,008 (k = 16)
Typische Beispiele
- Zehn Studien zu einem Lesetraining mit je einer Effektstärke und einem Standardfehler: zusammengefasster Effekt, Forest-Plot und I².
- Studien mit Odds Ratios: zusammengefasstes Odds Ratio.
Für Fachleute
metafor::rma mit REML und Knapp-Hartung (test "knha") als Standard: Bei 4 bis 10 Studien sind z-Intervalle zu schmal (IntHout, Ioannidis und Borm, 2014; Cochrane Handbook 6.4). Ohne die Anpassung (Haken unter „Für Fachleute“) rechnet Statable wie JASP mit z. τ², τ und I² mit Intervall über confint. Prädiktionsintervall mit predict; die Variante nach IntHout et al. (2016) mit t(k − 2) steht unter „Für Fachleute“. Hedges g über escalc „SMD“, Korrelationen über Fisher z. Egger: regtest mit model "lm".