Gepaarte Messung (dz, dav)
Bei einer gepaarten Messung stammen vorher und nachher von denselben Personen. Der Test vergleicht je Person die beiden Werte. dz setzt die mittlere Veränderung in Beziehung zur Streuung der Veränderungen (dz = Mittelwert der Unterschiede geteilt durch ihre Standardabweichung); dav teilt stattdessen durch den Mittelwert der beiden Standardabweichungen von vorher und nachher und ist mit d aus Gruppenvergleichen vergleichbar. Darum folgt die Einordnung klein, mittel, groß dav; dz dient der Teststärke.
Beispiel: Wissenstest vor und nach dem Kurs, 14 Personen: im Schnitt 2,2 Punkte mehr, dz = 1,36, dav = 0,77. Die Veränderung ist mittelgroß: dav liegt knapp unter der Marke für einen großen Effekt (0,8).
Vorsicht: Ohne Vergleichsgruppe zeigt die Messung nur, dass sich etwas verändert hat - nicht, wodurch. Übung, Zeit und andere Einflüsse sind möglich. Cohens Grenzen (0,2 / 0,5 / 0,8) gelten für d und dav, nicht für dz: dz fällt umso größer aus, je stärker vorher und nachher zusammenhängen (Lakens 2013).