Einzelfallanalyse (A-B-Design)
Eine Person (oder wenige) wird über längere Zeit wiederholt gemessen, zuerst ohne Förderung (Phase A, Ausgangslage), dann mit Förderung (Phase B). Gruppentests passen nicht, weil die Messungen aufeinander folgen und zusammenhängen. Statt dessen werden die Phasen verglichen: Mittelwert und Median je Phase, NAP, Tau-U, baseline-korrigiertes Tau und PND. Das Verlaufsdiagramm zeigt die Messungen in der Reihenfolge, mit einer senkrechten Linie beim Phasenwechsel. Bei mehreren Personen entsteht ein Diagramm je Person (multiple baseline) und ein Mittel über die Fälle.
Beispiel: Ein Kind mit Förderbedarf liest in der Ausgangslage 5 Wochen lang durchschnittlich 52 Wörter pro Minute, in der Förderphase 15 Wochen lang 73.
Vorsicht: Ein A-B-Design allein belegt keine Ursache: Reifung, Zufall oder andere Ereignisse können dahinterstecken. Belastbarer sind Wiederholungen (A-B-A-B, mehrere Personen mit versetztem Beginn). Mindestens 3 Messpunkte je Phase, besser 5 (What Works Clearinghouse).