Mehrebenenmodell (gemischtes Modell)
Ein Mehrebenenmodell rechnet mit Daten, die in Gruppen stecken: Kinder in Klassen, Studierende in Seminaren, Messungen bei Personen. Personen derselben Gruppe sind einander oft ähnlicher als Personen verschiedener Gruppen, ihre Werte sind also nicht unabhängig. Das Modell gibt jeder Gruppe ein eigenes Niveau (zufälliger Achsenabschnitt) und trennt so die Unterschiede zwischen den Gruppen von denen innerhalb der Gruppen. Die Wirkung eines Merkmals (fester Effekt) wird dann bei Berücksichtigung der Gruppen geschätzt.
Beispiel: Lesetest von 720 Kindern aus 40 Klassen: 16 % der Streuung liegen zwischen den Klassen. Das Merkmal „sozioökonomischer Status“ hängt mit dem Lesetest zusammen (b = 2,61, p < ,001), auch wenn die Klasse berücksichtigt ist.
Vorsicht: Es braucht mehrere Gruppen mit je mehreren Fällen; unter 10 Gruppen sind die Schätzungen der Gruppen-Ebene sehr unsicher, ab etwa 30 verlässlich. Ein Mehrebenenmodell zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen.