Hierarchische Regression (Blöcke)
Kurz
Die Spalten unter „Woraus?“ werden in 2 oder 3 Blöcken geprüft. Jeder Block zeigt, wie viel Varianz er über die vorigen Blöcke hinaus erklärt (ΔR²).
Wofür
Typisch: Block 1 enthält Kontrollgrößen (zum Beispiel Alter), Block 2 die Größe, um die es geht. Gewählt wird „Blöcke bilden“ unter „Weitere Wege“ in der Frage „Lässt sich etwas vorhersagen?“. Ohne Blöcke bleibt die Regression wie gewohnt.
Voraussetzungen
- Wie bei der linearen Regression. Hat die Zielspalte genau zwei Werte, rechnet Statable ohne Blöcke.
- Die Reihenfolge der Blöcke steht vor der Auswertung fest und ist theoretisch begründet, nicht nach dem Ergebnis gewählt.
- Alle Blöcke rechnen auf denselben Fällen: Wer in einem späteren Block eine Lücke hat, fehlt auch in Block 1. Statable nennt die Zahl dieser Fälle.
Ergebnis lesen
- Je Block R², korrigiertes R², ΔR² und die F-Änderung mit df1 (neue Koeffizienten; eine Gruppen-Spalte mit k Stufen zählt k − 1), df2 und p. Block 1 wird gegen ein Modell ohne Prädiktoren geprüft.
- Signifikantes ΔR²: Der Block erklärt über die vorigen hinaus weitere Varianz. Sonst: kein bedeutsamer Anteil. Sinkt das korrigierte R², bringt der Block nach Abzug des Zufallsgewinns nichts.
- Die Koeffizienten (B, β, p) gehören zum Modell mit allen Blöcken.
Ergebnis berichten
Block 1: R² = ,10, F(2, 97) = 5,53, p = ,005; Block 2: ΔR² = ,23, F(2, 95) = 16,06, p < ,001
Im Text die Spalten je Block nennen und die Reihenfolge begründen.
Grenzen
- ΔR² ist kein Kausalbeweis: Es zeigt, wie viel Varianz ein Block zusätzlich erklärt, nicht, dass er sie verursacht.
- Eine andere Reihenfolge ergibt andere ΔR². PSPP rechnet je Block ein Modell; ΔR² und F-Änderung rechnet Statable (wie SPSS „F Change“, in R paarweise anova(m1, m2)).
Quelle
Cohen, J., Cohen, P., West, S. G. & Aiken, L. S. (2003). Applied Multiple Regression/Correlation Analysis for the Behavioral Sciences (3. Aufl.). Erlbaum. Field, A. (2018). Discovering Statistics Using IBM SPSS Statistics (5. Aufl.), Kap. 9. Sage.