statable Statistik für Studium und Forschung

Kommt etwas in Gruppen unterschiedlich oft vor? (Chi-Quadrat, Sensitivität, Spezifität)

Kurz

Beide Spalten teilen in Gruppen ein (je 2 bis 12 Stufen); geprüft wird, ob die Verteilung der einen von der anderen abhängt. Bei einer 2×2-Tabelle zeigt Statable zusätzlich das Odds Ratio. Ist die Tabelle ein Test gegen einen Referenzstandard (zum Beispiel Screening gegen Diagnose), lässt sie sich im Blatt unter „Ist das ein Test gegen einen Referenzwert?“ als diagnostische Güte lesen.

Voraussetzungen

Ergebnis lesen

Die Tabelle vergleicht beobachtete und erwartete Anzahlen. Der Chi-Quadrat-Test prüft, wie gut die Abweichungen zur Annahme passen, dass kein Zusammenhang besteht. Cramérs V gibt die Stärke an. Hat die kleinere Seite der Tabelle 2 Stufen (z. B. 2×2, 2×4): ab etwa ,10 klein, ,30 mittel, ,50 groß; bei 3 Stufen ,07 / ,21 / ,35; bei 4 Stufen ,06 / ,17 / ,29 (Cohen 1988).

Test gegen einen Referenzstandard (2×2)

Bei zwei mal zwei Feldern lassen sich zusätzlich Risikomaße berechnen: Risiko je Gruppe, Risikodifferenz, relatives Risiko und die NNT (Zahl der Personen, die für einen zusätzlichen Nutzen oder Schaden nötig sind). Rollen, „Ist das Ereignis erwünscht?“ und das Studiendesign (Fall-Kontroll-Studie: nur das Odds Ratio) wählt die Person; Statable rät sie nie still. Mehr im Artikel „Risikomaße“.

χ²(1, N = 150) = 86,08, p < ,001, V = ,76; Sensitivität = ,90, 95 %-KI [,79; ,96]; Spezifität = ,88, 95 %-KI [,80; ,93]; LR+ = 7,50, 95 %-KI [4,38; 12,85]

Für Fachleute

Anteile mit dem Wilson-Intervall (wie epiR::epi.tests, method = "wilson"), Likelihood-Quotienten mit dem Log-Intervall nach Simel et al. (1991), Odds Ratio mit dem Wald-Intervall. Die Einordnung der Likelihood-Quotienten folgt Jaeschke et al. (1994).

Typische Beispiele

Verwandt

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