statable Statistik für Studium und Forschung

Gewichte berechnen (Raking, Randverteilungen)

Kurz

Eine Stichprobe hat oft andere Anteile als die Grundgesamtheit (zu viele Frauen, zu viele Junge). Kennt man die Verteilung der Grundgesamtheit für ein paar Merkmale (zum Beispiel aus dem Zensus), rechnet Raking Gewichte, die die Stichprobe an diese Ränder angleichen. Der Weg heißt „Gewichte berechnen (Raking)“ und steht im Dialog „Fallgewicht“ (Seite „Daten“). Das Ergebnis ist eine neue Spalte; danach folgt die Frage „Wurden die Personen einzeln gezogen?“, und die Spalte gilt als Umfragegewicht.

So geht es

  1. Merkmale wählen: 1 bis 5 Spalten mit 2 bis 50 Gruppen (zum Beispiel Geschlecht, Altersgruppe).
  2. Je Merkmal die Verteilung der Grundgesamtheit eintippen, als Zahlen oder als Anteile (nichts ist vorgegeben; der Knopf „Verteilung der Stichprobe einfügen“ ist nur ein Startpunkt zum Ändern). Jeder Rand wird durch seine eigene Summe geteilt, Rundungsfehler schaden nicht.
  3. Optional ein Ausgangsgewicht aus einer Spalte wählen (zum Beispiel ein Designgewicht). Ein schon gesetztes Fallgewicht wird nicht von selbst benutzt.
  4. „Gewichte berechnen“. Es erscheinen die Durchgänge, die größte Abweichung eines Rands, die effektive Stichprobengröße nach Kish, der Designeffekt, das kleinste und das größte Gewicht und ein fertiger Satz für den Bericht.
  5. Die Frage „einzeln gezogen“ beantworten und „Spalte anlegen und als Umfragegewicht setzen“ wählen.

Wie Statable rechnet

Wo Statable strenger ist als survey::rake

Fallen

Die Gewichte wurden durch iteratives proportionales Anpassen (Raking) an die Randverteilungen von Schultyp und Schulprogramm angeglichen (10 Durchgänge; die Ränder stimmen bis auf weniger als 0,0001 Personen). Die effektive Stichprobengröße (Kish) beträgt 199,8 von 200 Fällen.

Verwandt

In Statable öffnen