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Aus Kennzahlen rechnen: Intervall, Test und Stichprobenumfang

Kurz

Liegen nur die Zahlen vor (eine Anzahl x von n oder Mittelwert, Standardabweichung und n), rechnet diese Kachel das Konfidenzintervall und den Test. Dazu kommt die Frage, wie groß die Stichprobe für ein Intervall gewünschter Breite sein muss.

Anteil

Warum weicht das Schulbuch ab?

Viele Schulbücher rechnen die Näherungsformel p̂ ± z · √(p̂ (1 − p̂) / n) (Wald). Sie ist bei kleinem n oder Anteilen nahe 0 und 1 ungenau und kann sogar über 1 hinausragen. Wilson löst die zugehörige Ungleichung genau. Beispiel 7 von 40, 95 %: Schulformel 0,0572 bis 0,2928, Wilson 0,0875 bis 0,3195. Die Zahl im Buch ist deshalb nicht falsch gerechnet, sondern eine Näherung. (Das R-Programm prop.test hat als Voreinstellung eine Stetigkeitskorrektur und gibt hier 0,0789 bis 0,3336; Statable rechnet ohne.)

Mittelwert

Standardfehler SE = s / √n, t = (x̄ − μ₀) / SE mit n − 1 Freiheitsgraden, Intervall x̄ ± t · SE und Cohens d = (x̄ − μ₀) / s. Weil die Standardabweichung der Gesamtheit unbekannt ist, wird mit t gerechnet, nicht mit z. Gesperrt sind n unter 2 und s = 0, denn dann wären t und d nicht definiert.

Stichprobenumfang für eine gewünschte Breite

Raten aus Ereignissen und Personenzeit

Für Fachleute

Geprüft gegen R: prop.test(x, n, p, conf.level, correct = FALSE) für Intervall und p-Wert, t.test für Mittelwert, Intervall und p, qnorm für die Stichprobenumfänge. Bei x = 0 ist die untere Grenze genau 0, bei x = n die obere genau 1. Bei p̂ = 0,5 ist das Wilson-Intervall nie breiter als das Wald-Intervall.

Quellen

Verwandt

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