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Granger-Test: helfen frühere Werte der einen Reihe bei der anderen?

Kurz

Helfen frühere Werte der einen Reihe, die andere vorherzusagen? Der Granger-Test prüft das über die eigene Vergangenheit der anderen Reihe hinaus, in beide Richtungen und nur auf Klick. Er zeigt ein Vorauslaufen, keine Ursache.

So geht es in Statable

  1. In der Karte „Wie entwickelt sich ein Wert über die Zeit?“ unter „Weitere Wege“ die zweite Reihe wählen.
  2. Im Abschnitt „Helfen frühere Werte der einen Reihe bei der anderen? (Granger-Test)“ die Zahl der Verzögerungen k wählen (ganze Zahl).
  3. „Granger-Test rechnen“.

Wie gerechnet wird

Für jede Richtung werden zwei Modelle verglichen, beide für die Fälle t = k + 1 bis n: das unbeschränkte Modell sagt den Wert aus den Verzögerungen 1 bis k beider Reihen vorher, das beschränkte nur aus den eigenen. Ein F-Test vergleicht beide; df1 = k, df2 = Residual-Freiheitsgrade des unbeschränkten Modells.

Die Wahl von k

Wann der Test gesperrt ist

Falle: Vorauslaufen ist keine Ursache

Der Test zeigt nur, dass frühere Werte der einen Reihe helfen, die andere vorherzusagen. Mehr heißt das nicht. Ein dritter Einfluss kann beide Reihen treiben, und eine Reihe kann vorauslaufen, weil Menschen eine Veränderung erwarten. Der Name „Granger-Kausalität“ ist irreführend.

Falle: Stationarität

Beide Reihen sollten stationär sein, also ohne Trend und ohne wandernde Mitte. Sonst sind die p-Werte unzuverlässig. Statable zeigt den KPSS-Wert je Reihe und vergleicht ihn mit der Grenze 0,463 (es gibt dafür keinen p-Wert). Über der Grenze wirkt die Reihe nicht stationär, und die Reihen sollten vorher differenziert werden. Statable differenziert nicht von selbst; die Differenzen entstehen im Assistenten „Verschieben und glätten“ als eigene Spalten.

Ergebnis lesen

Beispiel

Jährliche Eierproduktion und Hühnerbestand, k = 3: Frühere Eier-Werte helfen, die Hühner vorherzusagen (F(3, 44) = 5,41, p = ,003); umgekehrt nicht (F(3, 44) = 0,59, p = ,624). Das ist ein Hinweis auf die zeitliche Reihenfolge, kein Beweis, was zuerst da war. Zweites Beispiel: Benzinpreis und Fahrer (Rohwerte, k = 12): F(12, 155) = 1,42, p = ,164. Nach ersten Differenzen mit k = 3: F(3, 181) = 0,67, p = ,575.

Ergebnis berichten

Ein Granger-Test mit k = 3 Verzögerungen ergab, dass frühere Eier-Werte die Hühner über deren eigene Vergangenheit hinaus vorhersagen, F(3, 44) = 5,41, p = ,003; in der Gegenrichtung zeigte sich kein deutlicher Beitrag, F(3, 44) = 0,59, p = ,624. Das Ergebnis gilt für k = 3 und sagt nichts über Ursache und Wirkung.

Quellen

Granger, C. W. J. (1969). Investigating causal relations by econometric models and cross-spectral methods. Econometrica, 37, 424-438.

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