Weitere Rangtests (Vorzeichen, Median, Jonckheere-Terpstra, Kolmogorov-Smirnov)
Kurz
Vier Rangtests neben dem Standard: Sie stehen unter „Ohne Normalverteilung (Rangtest)“ im Feld „Welcher Rangtest?“. Statable wechselt nie von selbst.
Wofür
- Vorzeichentest (Vorher-Nachher): zählt nur, ob der Wert stieg oder sank. Paare ohne Unterschied entfallen. Statable rechnet immer exakt; SPSS nähert ab 25 Paaren.
- Mediantest: Anteil über dem Gesamtmedian je Gruppe; Werte auf dem Median zählen zu „≤“. Bei zwei Gruppen gilt Fisher-exakt; SPSS zeigt ab 31 Fällen das Yates-χ².
- Jonckheere-Terpstra: Trend über geordnete Gruppen (ab drei). Die Reihenfolge ist sichtbar und umkehrbar; zweiseitig wie SPSS, einseitig wählbar.
- Kolmogorov-Smirnov (genau zwei Gruppen): größter Abstand der Verteilungen, also auch Streuung und Form.
Voraussetzungen
Unabhängige Gruppen (Median, J-T, K-S) bzw. dieselben Personen zweimal (Vorzeichen). Mit Fallgewicht gesperrt.
Ergebnis lesen
Exakt gerechnet, solange es geht (Jonckheere-Terpstra bis 2 000 000 Aufteilungen, K-S bis n₁ · n₂ = 10 000), sonst Näherung; die Zeile „Gerechnet“ sagt es. Gleiche Werte bleiben gleich.
Ergebnis berichten
Jonckheere-Terpstra-Test, JT = 40,5, exakter p-Wert zweiseitig = ,013, N = 12
Grenzen
PSPP rechnet Jonckheere-Terpstra bei gleichen Werten falsch, den Mediantest nur genähert und K-S für zwei Stichproben gar nicht; Statable rechnet alle vier selbst. Der Mediantest hat bei vielen Werten auf dem Median wenig Aussagekraft.
Quelle
Hollander, M., Wolfe, D. A. & Chicken, E. (2014). Nonparametric Statistical Methods (3. Aufl.). Wiley.